Die Omnibushersteller und -betreiber setzen alles daran, daß der Bus das sicherste Verkehrsmittel bleibt. Um die Sicherheit zu gewährleisten, werden unterschiedliche Anforderungen an Unternehmer, Busfahrer und Omnibus gestellt:
Unternehmer
- Berufszugangsverordnung
- personenbeförderungsrechtliche Genehmigung
- Wiedererteilung spätestens nach Prüfung der finanziellen und subjektiven Zulassungsvoraussetzungen
- vorgeschriebene Unfallverhütungsvorschriften
- regelmäßige Kontrollen durch Behörden (Genehmigungsbehörde, Gewerbeaufsichtsamt, TÜV/DEKRA, Berufsgenossenschaft)
- ergänzende Regelungen aus der Verordnung über den Betrieb von Kraftunternehmen im Personenverkehr
Busfahrer
Sicherheitsfaktor Nr. 1 sind die Busfahrerinnen und -fahrer. Profis, die ihr Handwerk verstehen.
- spezieller Busführerschein
- Führerscheinverlängerung alle 5 Jahre nur nach augen-/ärztlicher Untersuchung
- ab dem 50. Lebensjahr ist zusätzlich eine medizinisch-psychologische Untersuchung notwendig
- strenge Lenk- und Ruhezeitenregelungen
- besondere Sorgfaltspflichten im Fahrdienst nach der BOKraft
- digitales Kontrollgerät
Omnibus
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Deshalb müssen Busse jedes Jahr zur Hauptuntersuchung und werden ab dem vierten Jahr der Zulassung dazwischen zusätzlich vierteljährlich einer sogenannten Sicherheitsprüfung unterzogen. Im 2. und 3. Jahr erfolgt diese Prüfung je einmal.
- jährliche Hauptuntersuchung
- vierteljährliche Sicherheitsprüfung
- drei unabhängig voneinander wirkende Bremssysteme
- ABS ist Pflicht
- ASR und Retarder gehören zur Standardausstattung
- Tempobegrenzer auf maximal 100 km/h
- Gurte an jedem Sitzplatz
Hersteller
Sicherheit in Serie
Die Technik dient dem Menschen. Das beweist die hervorragende Sicherheitsbilanz des Busses. Die Omnibushersteller wissen um ihre Verantwortung und bringen die neueste verfügbare Sicherheitstechnik schnellstmöglich zur Serienreife, wann immer dies machbar und wirtschaftlich vertretbar ist. In den letzten Jahren wurde beispielsweise die Steifigkeit der Fahrgastzelle verbessert und damit überrollstabil gemacht. Auch zahlreiche elektronische Sicherheitskomponenten sind im Bus neu zum Einsatz gekommen und gehören heute zur Standardausrüstung. Sie verbessern unter anderem das Bremsverhalten oder unterstützen den Fahrer bei seinen Überwachungsaufgaben, so daß er seine volle Aufmerksamkeit dem Verkehrsgeschehen widmen kann.

